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Trump entlarvt sich selbst: Sein „24-Stunden-Frieden“ war nichts als eine Farce

Trumps Friedenslüge entlarvt: Wie Trump Putins Spiel spielt und den Westen schwächt

Kaum jemand kann noch ernsthaft behaupten, Donald Trump sei auch nur im Entferntesten an einer Beendigung des russischen Vernichtungskrieges gegen die Ukraine interessiert. In einem bemerkenswerten Rückzieher hat er nun selbst zugegeben, dass sein großspuriges Versprechen, den Krieg „innerhalb von 24 Stunden“ zu beenden, nicht mehr als ein Witz war - ein Sarkasmus, den seine Anhänger eigentlich hätten durchschauen müssen.

Doch Trumps „Scherz“ war nichts anderes als eine bewusste Täuschung der amerikanischen und internationalen Öffentlichkeit. Er wusste von Anfang an, dass sein angeblicher Friedensplan in Wirklichkeit nur eines bedeutet hätte: die Unterwerfung der Ukraine unter die Bedingungen des Kremls. Und genau diesen Weg geht er weiter - während er gleichzeitig versucht, sich als „Meisterverhandler“ darzustellen, der Putin in die Schranken weisen kann.

Putins Inszenierung und Trumps willfährige Komplizenschaft

Nichts zeigt die toxische Abhängigkeit zwischen Trump und Putin deutlicher als die jüngsten Ereignisse. Der Kreml ließ Trumps Sondergesandten Steve Witkoff geschlagene acht Stunden in Moskau warten, bevor Putin sich überhaupt zu einem Gespräch mit ihm bequemte. Das ist nichts anderes als eine bewusste Machtdemonstration: Der russische Autokrat macht seinem ehemaligen Protegé in Washington unmissverständlich klar, wer in dieser Konstellation wirklich die Kontrolle hat. Und was tut Trump? Statt die offensichtliche Demütigung als solche zu begreifen, verbreitet er in den USA die frohe Botschaft, die Gespräche liefen „gut“ und man habe „gute Anrufe aus Moskau“ erhalten.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Während Russland weiterhin unverhohlen Bedingungen diktiert – darunter die Kapitulation ukrainischer Soldaten, die sich in der russischen Region Kursk befinden, sowie ein vollständiger Verzicht der Ukraine auf Mobilisierung und militärische Hilfe –, klammert sich Trump an die Illusion, Putin zu einem „Deal“ bewegen zu können. Doch der russische Präsident verfolgt eine andere Agenda: Er will nicht verhandeln, sondern ultimative Zugeständnisse erzwingen. Und Trump? Er scheint bereit, ihm genau diese zu liefern.

Der Westen als Zuschauer einer geopolitischen Farce

Nachdem das Telefonat zwischen Trump und Putin, das für Freitag angesetzt war, nicht einmal stattfand, zeigt sich immer deutlicher, dass Trump von Moskau nur als Werkzeug zur Destabilisierung der westlichen Unterstützung für die Ukraine betrachtet wird. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow ließ lapidar verlauten, man habe „die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Präsidenten“ bekräftigt. Doch was bedeutet das wirklich?

Es bedeutet, dass Putin Trump weiterhin als willfährigen Verbündeten betrachtet, der keine klare Linie gegenüber Russland verfolgen kann – oder Es bedeutet, dass Putin Trump weiterhin als willfährigen Verbündeten betrachtet, der keine klare Linie gegenüber Russland verfolgen kann – oder will. Denn für Trump gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er setzt Russland mit ernsthaften Maßnahmen unter Druck, oder er drängt die Ukraine zu einem Waffenstillstand, der in Wahrheit nichts anderes als eine erzwungene Kapitulation wäre. Eine Waffenruhe ohne militärische Unterstützung für die Ukraine würde Putin die Gelegenheit bieten, seine Armeen neu zu formieren und nach Ablauf der Frist eine noch brutalere Offensive zu starten.

Ein „Friedensplan“, der nur Putin nützt

Die große Frage bleibt: Wer sollte sich überhaupt auf eine solche Farce einlassen? Trumps Anhänger mögen blindlings seiner Rhetorik folgen, doch für den Rest der Welt ist klar: Die Ukraine kann diesem „Friedensplan“ nicht zustimmen, ohne ihre eigene Existenz aufs Spiel zu setzen. Und Europa? Würde es Trumps Logik folgen, stünde es bald vor der Frage, ob es sich selbst der russischen Erpressung unterwerfen will.

Das bedeutet: Trumps Erzählung, die Ukraine sei das eigentliche Hindernis für den Frieden, ist eine groteske Verdrehung der Realität. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass er Russland zur Verantwortung ziehen will – im Gegenteil, er betreibt dasselbe Spiel wie während seiner ersten Amtszeit: Er macht sich zum Komplizen Putins.

Trumps Unterwerfungsgeste – ein diplomatischer Offenbarungseid

Noch beunruhigender ist, dass Trump bereits beginnt, Putins Forderungen vorauseilend zu erfüllen. Während eines Treffens mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte verkündete er, dass die Frage eines ukrainischen NATO-Beitritts „nicht mehr zur Debatte“ stehe. Eine Aussage, die prompt vom NATO-Generalsekretär bestätigt wurde – und damit eine vorauseilende Kapitulationserklärung gegenüber dem Kreml darstellt.

Ein US-Präsident, der vor Beginn der Verhandlungen bereits die strategischen Kernpunkte der westlichen Sicherheitspolitik aufgibt, handelt nicht als Verteidiger der freien Welt, sondern als ihr Totengräber. Würde Trump tatsächlich einen „Deal“ mit Putin anstreben, hätte er diese Karte erst am Verhandlungstisch ausspielen müssen. Stattdessen hat er sich bereits im Vorfeld entwaffnet – eine Haltung, die Putin nur in seinem Kurs bestärken wird.

Trumps Spiel ohne Karten auf der Hand

Was bleibt, ist eine geopolitische Farce: Während Trump seinen „Sieg“ über den Krieg verkündet, lacht Putin über die Naivität seines amerikanischen Pendants. Der Kreml weiß, dass er mit Trump einen US-Präsidenten hat, der bereit ist, die Grundfesten der westlichen Sicherheit zu verraten – solange es ihm persönlich nützt.

Die Frage ist nicht mehr, ob Trump ein „Friedensplan“ vorlegt – sondern ob dieser Plan irgendeinen anderen Zweck verfolgt als die Zerschlagung der Ukraine und die langfristige Destabilisierung des Westens.

Trump beweist mit seinem jüngsten Schwenk vor allem eines: Seine Versprechen sind nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Und für Putin ist er ein nützlicher Idiot, der bereit ist, die liberale Weltordnung zu demontieren – nur um seine eigene Macht zu sichern.

Wer glaubt, dass Trump den Krieg in der Ukraine „lösen“ wird, hat nicht verstanden, dass er selbst Teil des Problems ist.